Der Weg zur personalisierten Hepatitis-D-Behandlung
Hepatitis D ist die bei weitem schwerste Form der chronischen Virushepatitis, die häufig zu Leberversagen, hepatozellulärem Karzinom und zum Tod führt. Das Wissen über die Pathophysiologie der Krankheit und die Wechselwirkungen zwischen Wirt und Virus ist jedoch sehr begrenzt, was die große interindividuelle Variabilität im Verlauf von Hepatitis D erklärt. Das D-SOLVE-Konsortium ("Understanding the individual host response against Hepatitis D Virus to develop a personalized approach for the management of hepatitis D"), das an der MHH/CiiM koordiniert wird, zielt auf ein unabhängiges Screening einer großen multizentrischen Kohorte gut definierter HDV-infizierter Patienten ab, um die individuellen Faktoren, die den Ausgang der Infektion bestimmen, besser zu verstehen und Personen zu identifizieren, die von den derzeit verfügbaren Behandlungen profitieren. In einer sehr kompetitiven Ausschreibung hat das D-SOLVE-Konsortium eine vierjährige Finanzierung in Höhe von 6,75 Millionen Euro aus dem Horizon 2020 EU Horizon Call "Personalisierte Medizin und Infektionskrankheiten: Verständnis der individuellen Wirtsantwort auf Viren (z.B. SARS-CoV-2)" der Europäischen Union erhalten.
Beteiligte CiiM Gruppen
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Prof. Dr. Yang Li
Förderung
Das D-SOLVE-Konsortium wird von der Europäischen Union im Rahmenprogramm Horizont Europa (HORIZON) unter der Fördervereinbarung Nr. 101057917 gefördert.