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CAIMed Gruppe 1b: KI und Bioinformatik

Zum besseren Verständnis von Erkrankungen und deren individualisierter Therapie sind die Identifikation genetischer Risikofaktoren und ihrer molekularen Signalwege sowie die Entwicklung prädiktiver Modelle für Krankheitsverlauf und -schwere von zentraler Bedeutung. An der MHH stehen bestehende und geplante Patientenkohorten mit modernsten (Einzelzell-) Multi-Omics-Daten zur Verfügung. Unsere Nachwuchsgruppe konzentriert sich auf die Vorverarbeitung (Integration) molekularer Daten, um standardisierte und hochqualitative Datensätze für die Analysen der weiteren CAIMed-Nachwuchsgruppen zu erstellen. Das Ziel besteht darin, diese Daten in großem Umfang mithilfe innovativer KI-Methoden zu evaluieren. Hierzu zählen die Identifizierung von Faktoren, die mit dem Schweregrad und Fortschreiten von Krankheiten korrelieren, um individuelle Reaktionen auf Krankheiten/Behandlungen vorherzusagen und somit eine molekulare Grundlage für die Stratifizierung von Patientengruppen zu schaffen. 

Aktuell befasst sich die Gruppe mit der Evaluierung von Datensätzen zur Vorhersage von Long-COVID. Dies geschieht im Rahmen der BMFTR-geförderten Projekte AID-PAIS und FEDCOV und inkludiert diverse deutsche COVID19 Kohorten, sowie Datensätze der UK Biobank. Zusätzlich werden Datensätze aus anderen chronischen Virusinfektionen und daraus resultierenden Fatigue-Syndromen (z.B. ME/CFS) integriert, wie z.B. aus chronischen Hepatitis C Virus Infektionen.

Ziel ist die Förderung der Umsetzung dieser mathematischen Modelle in medizinische Behandlungs-, Diagnose- und Prädiktionsverfahren als entscheidender erster Schritt zur individualisierten Prävention und Behandlung.

Dr. Mohamad Ballan, Dr. Maximilian Schieck und Dr. Sebastian Klein

Leitung

Dr. Mohamad Ballan, Dr. Maximilian Schieck und Dr. Sebastian Klein
Arbeitsgruppenleiter

Forschungsschwerpunkt

Die individualisierte Medizin gewinnt in der medizinischen Forschung zunehmend an Bedeutung, da personalisierte Behandlungsansätze, die auf die spezifischen Bedürfnisse und genetischen Profile einzelner Patienten zugeschnitten sind, verbesserte Ergebnisse hervorbringen können. Dabei spielen vielfältige Datensätze eine zentrale Rolle – von genetischen Informationen über andere Mulit-Omics bis hin zu klinischen Daten. Diese Daten stammen aus unterschiedlichen Quellen und umfassen oft unterschiedliche Formate und Strukturen, was ihre Integration zu einer großen Herausforderung macht. Aktuell fehlt es häufig noch an effizienten Möglichkeiten, diese heterogenen Datensätze sinnvoll zu kombinieren und auszuwerten. Diese Arbeitsgruppe, die Experten aus den Bereichen Life Sciences, Informatik, KI und Medizin vereint, stellt hier jedoch eine ideale Grundlage dar, um diese Komplexität zu bewältigen. Wir wollen Datensätze sowohl auf ihre klinische wie auch methodische Stringenz überprüfen. KI-Methoden sollen im Folgenden genutzt werden um die, resultierenden Datensätze zu integrieren und für größere KI-Algorithmen und Modellen zur Datenverarbeitung, auch durch andere Gruppen innerhalb von CAIMed, bereitzustellen.